Aktion Mensch appelliert: Informationen zu Corona-Virus müssen alle erreichen

  • Aktion Mensch bietet neue Webseite mit barrierefreien Informationsangeboten für Menschen mit Behinderung
  • Assistenzdienste durch steigende Infektionszahlen gefährdet: Appell an jeden, besonders verletzliche Gruppen zu schützen

Sehr geehrte Damen und Herren,

um sich selbst und andere zu schützen, müssen Informationen zum Corona-Virus allen Menschen gleichermaßen zugänglich gemacht werden. Viele Menschen mit Behinderung sind auf barrierefreie Informationen angewiesen. Aber wo findet man diese? Die Aktion Mensch bietet ab sofort eine neue Webseite, die barrierefreie Informationsangebote bündelt.

Unter www.aktion-mensch.de/corona-infoseite  finden Menschen, die aufgrund von Einschränkungen beim Sehen, Hören oder Verstehen auf eine besondere Aufbereitung der derzeitigen Ereignisse angewiesen sind, eine Übersicht über barrierefreie Informationsangebote zum Corona-Virus und den lebensnotwendigen Sicherheitsmaßnahmen, die damit verbunden sind.

Die Informationsübersicht wird fortlaufend aktualisiert.

Gleichzeitig weist die Aktion Mensch darauf hin, dass das Wohlergehen vieler Menschen aufgrund chronischer Erkrankungen, Alter oder Behinderungen  von der Unterstützung ihrer Mitmenschen abhängig ist. Viele von ihnen sind auf Assistenz angewiesen. Wenn hier viele Menschen erkranken, ist für einige Menschen mit Behinderung der Alltag nicht mehr zu organisieren. Wir appellieren daher an jeden Einzelnen, sich seine Verantwortung gegenüber risikobehafteten Menschen bewusst zu machen und das eigene Verhalten zu überprüfen.

Interviewangebot

Petra Strack kann das sehr anschaulich schildern: Sie ist persönlich und beruflich von der aktuellen Ausnahmesituation betroffen. Die Personalmanagerin lebt seit 2003 mit persönlicher Assistenz und gründete vor vier Jahren den bundesweiten Assistenzdienst Deine AssistenzWelt (deine-assistenzwelt.de), um auch anderen Menschen mit Behinderung dieses Gefühl von Unabhängigkeit weiterzugeben. Auf die Unterstützung durch Assistenz-Kräfte sind insbesondere Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung angewiesen, die wichtige Bewegungsabläufe oder Alltagsaufgaben nicht ohne Hilfe ausüben können. Dies kann beispielsweise bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Muskelerkrankung, einer Querschnittslähmung oder einer Sehbehinderung der Fall sein. Die 35-jährige Petra Strack ist aufgrund ihrer Behinderung, Spinale Muskelatrophie, selbst einem erhöhten Risiko durch das Corona-Virus ausgesetzt und möchte dafür sensibilisieren, sich gemeinsam noch stärker gegen eine unkontrollierte Ausbreitung der Virusinfektion einzusetzen.

„Unsere Kunden sind auf Unterstützung durch Assistenz im Alltag angewiesen. Neben meiner eigenen Gesundheit bereitet mir daher noch eine ganz andere Frage Sorgen: Was passiert eigentlich, wenn sich einer unserer Kunden mit Covid19 infiziert – müssen wir unseren Assistenz-Service dann komplett einstellen? Und noch wichtiger: Müssen unsere Kunden dann im Krankenhaus notversorgt werden, was bereits heute nicht zu bewältigen wäre? Egal an wen wir uns wenden, diese beängstigende Frage kann uns derzeit leider niemand beantworten. Daher lautet mein Appell an alle: Unbedingt zu Hause bleiben, um sich selbst und andere zu schützen!“

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Petra Strack, in dem sie ihre Einschätzung zu folgenden Themen mit Ihnen teilen kann:

  • Lage der Assistenzversorgung in vielen Teilen Deutschlands und damit einhergehende Risiken bei steigenden Infektionszahlen
  • Persönliche Bewertung der Situation aus Sicht einer Betroffenen der Risikogruppe.

 

Bildmaterial zu Petra Strack stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ann-Kathrin Akalin

 

Ann-Kathrin Akalin
Externe Kommunikationskanäle / PR

Aktion Mensch e.V.
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www.aktion-mensch.de

 

Über die Aktion Mensch e. V.

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als vier Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Lotterieteilnehmer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

 

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